Klassensieg war in greifbarer Nähe

25.09.2010 
Klassensieg war in greifbarer Nähe

Mit dem 42. ADAC Barbarossapreis beendete die VLN Langstreckenmeisterschaft zur Freude der vielen Fans ihre lange Sommerpause. Aufgrund von vielen Unfällen entlang der Nürburgring Nordschleife wurde das Rennen jedoch leider aus Sicht des MOTEC Wheels Team MK-Motorsport vorzeitig durch die rote Flagge abgebrochen, da man sich zu diesem Zeitpunkt in Tuchfühlung zur Klassenspitze in der V5 befand.

Dass die Serienwagenklasse V5 ohne Frage eine der hart umkämpftesten Klassen innerhalb der VLN Langstreckenmeisterschaft ist, ist schon seit vielen Jahren bekannt. Der 42. ADAC Barbarossapreis ausgerichtet vom MSC Sinzig, stellte dies noch einmal eindrucksvoll unter Beweis. So trennten zum Zeitpunkt des frühzeitigen Rennabbruches die ersten vier Fahrzeuge lediglich eine Winzigkeit von 13 Sekunden. Mittendrin in diesem engen Kampf um den Klassensieg war erneut das MOTEC Wheels Team MK-Motorsport mit Matthias Unger (Heusenstamm), Daniel Zils (Bendorf) und Tim Scheerbarth (Dormagen) am Volant. Nachdem die Nordschleifenroutiniers bei äußerst schwierigen Bedingungen im morgendlichen Zeittraining das BMW Z4 Coupé auf die vierte Startposition stellen konnten, hielt sich das Fahrertrio in der Anfangsphase clever aus dem hektischen Treiben im über 200 teilnehmerumfassenden Feld heraus, ohne jedoch den Kontakt zur Klassenspitze völlig abreißen zu lassen.

Nach kontant schnellen Rundenzeiten des Ex-Honda Junior Piloten Tim Scheerbarth und des VLN Meisters aus dem Jahre 2008, Matthias Unger übernahm dann für die Schlussattacke Daniel Zils das Steuer des BMW Z4 Coupés mit der Zielsetzung, die fehlenden Sekunden nach ganz vorne noch aufzuholen. Bedingt durch den vorzeitigen Abbruch nach ca. 3 stündiger Renndistanz war es jedoch für den Bendorfer zeitlich nur noch möglich, sich auf Sichtkontakt heran zu kämpfen, obwohl er im Streckenabschnitt Tiergarten beide noch vor ihm liegenden Kontrahenten unmittelbar vor sich hatte. So war der dritte Rang in der V5 für das MOTEC Wheels Team MK-Motorsport am Ende sehr unglücklich zu bewerten, zumal die Rundenzeiten darauf hindeuteten, dass vermutlich bereits eine Runde später die Übernahme der Klassenführung für das Ötigheimer Team möglich gewesen wäre.

„Es ist heute für uns schon sehr ärgerlich gelaufen. Wir standen kurz davor, die Führung in unserer Klasse zu übernehmen, ehe das Rennen vorzeitig abgebrochen worden ist. Natürlich war es bei den vielen Unfällen am heutigen Tage ohne Zweifel die richtige Entscheidung der Rennleitung, allerdings hat uns unter dem Strich vermutlich nur eine Runde zum Klassensieg gefehlt. Wir müssen jetzt nach vorne blicken und hoffen, dass wir einen versöhnlichen und nach Möglichkeit für uns einen goldenen Herbst erleben werden, um vielleicht auch nochmal bei der Vergabe des VLN Serienwagen Cup Titels ein kleines Wörtchen mitsprechen und unser anvisiertes Ziel, in die Top 10 der Meisterschaft zu gelangen, noch verwirklichen zu können“, äußerten sich die drei Piloten anschließend.

Bereits am kommenden Wochenende steht für das MOTEC Wheels Team MK-Motorsport der nächste Lauf zur Rundstrecken Challenge Nürburgring (RCN) auf dem Programm, ehe es sieben Tage später mit dem neunten Wertungslauf, dem 34. DMV 250-Meilen-Rennen, in der VLN Langstreckenmeisterschaft weitergeht.