Petrus verhindert den vierten Klassensieg in Folge |
12.06.2010 |
![]() Langezeit sah es so aus als könnte MK-Motorsport als einziges Team in der VLN Langstreckenmeisterschaft im vierten Wertungslauf des Jahres den vierten Klassensieg feiern. Stark einsetzender Regen machte dem Vorhaben des Ötigheimer Teams jedoch einen Strich durch die Rechnung und gleichzeitig auch alle Hoffnungen auf die Übernahme der Tabellenführung zu Nichte. Mit der 41. Adenauer ADAC Rundstrecken Trophy fand der erste Wertungslauf nach dem prestigeträchtigen 24h Rennen statt. Über 20.000 Zuschauer wurden erneut Zeuge eines atemberaubenden und spannenden vierstündigen Kampfes, nicht nur um den Tagesgesamtsieg, sondern auch um die Erfolge in den einzelnen Klassen. Mit dem guten Gefühl von drei Klassen- und zwei Wertungsgruppensiegen im Rücken starteten Matthias Unger (Heusenstamm) und Daniel Zils (Bendorf) optimistisch in den vierten Saisonlauf des Jahres. Nachdem die beiden Stammfahrer beim 51. ADAC ACAS H&R-Cup noch von Adam Osieka (Bonn) unterstützt wurden, griff dieses Mal Tim Scheerbarth ins Lenkrad des BMW Z4 Coupés. Dass der Ex-Honda Junior Pilot diesen schnell über die Kombination aus Nürburgring Sprint Kurs und Nordschleife bewegen kann und gut zum erfolgreichen Fahrerduo passt, zeigte er bereits eindrucksvoll beim 24h Rennen, wo er auch schon Platz im Cockpit des V5 Fahrzeuges nahm. „Ich freue mich Daniel und Matthias für den Rest der Saison unterstützen zu können. Wir ergänzen uns gegenseitig sehr gut und ich hoffe, dass wir auch in Zukunft an die guten Resultate der ersten Wertungsläufe zusammen anknüpfen können“, so Scheerbarth. Mit einer Rundenzeit von 9:48.563 min. reihte sich das neu formierte Fahrertrio nach dem Zeittraining zunächst auf dem vierten Rang in der Klasse V5 ein. Mehrere Gelbphasen und sehr dichter Verkehr machte eine Zeitenverbesserung gegen Ende des Qualifyings unmöglich. Dennoch gelang es Startfahrer Daniel Zils sich bereits in der Anfangsphase auf die zweite Position nach vorne zu schieben und den BMW Z4 Coupé in Tuchfühlung zur Klassenspitze an seine beiden Teamkollegen abzugeben. Diese knüpften ohne weiteres an die gute Vorstellung des Bendorfers an, übernahmen die Klassenführung in der V5 und setzten sich sogar im Laufe des Rennens um ca. 90 Sekunden von der Konkurrenz ab, ehe eine halbe Stunde vor Fallen der Zielflagge die Ernüchterung kam. „Nachdem ich gerade über die Start-Ziel Gerade gefahren war, öffnete der Himmel auf einmal seine Schleusen. Es blieb mir nichts anderes übrig, als anstatt auf die Nordschleife abzubiegen über den Grand-Prix Kurs noch einmal zum Reifenwechsel hinein zukommen, da in mehreren Streckenabschnitten Aquaplaning gemeldet worden war. Dadurch war unser Rennen in der Folge dann leider gelaufen, da die Konkurrenz auf Grund des Abstandes noch rechtzeitig reagieren konnte. Mehr als der dritte Rang war deshalb nicht mehr möglich“, so Unger nach dem Rennen. Pech hatten dieses Mal auch Thomas Ehleiter (Loffenau), Richard Klumpp und Andreas Schettler (beide Baden-Baden) auf dem zweiten Fahrzeug von MK-Motorsport, dem BMW 325i. Das Fahrertrio verpasste mit Rang sechs in der Klasse V4 zwar zum ersten Mal in diesem Jahr den Sprung auf das Klassenpodest, dennoch erwies sich die Weiterentwicklung des Fahrzeuges als durchaus positiv. So konnte man die Differenz zu den Rundenzeiten des Top Teams in der V4 weiter reduzieren. „Nachdem wir uns im Zeittraining aufgrund des dichten Verkehrs mit Startplatz vier in unserer Klasse anfreunden mussten, konnte ich uns im ersten Turn auf den zweiten Rang nach vorne fahren. Andreas konnte danach die gute Position verteidigen, ehe leider zu Rennende hin bei Richard die Elektronikprobleme, mit denen wir schon den ganzen Tag zu kämpfen hatten, immer mehr wurden. Dadurch haben wir wertvolle Zeit auf unsere Konkurrenz verloren und es war unter dem Strich heute nicht mehr für uns drin. Leider sind wir durch das durchschnittliche Ergebnis auf den fünften Rang im VLN Serienwagen Cup zurückgefallen, aber wir werden beim nächsten Wertungslauf am 03. Juli versuchen, uns wieder weiter nach oben zu kämpfen.“ |
|
